Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Domzimmer-Milongas – Freundschaftsfeste voller kreativem Tanz

Zum Abschluss der Veranstaltungen unter dem Titel „Domzimmer-Milonga“ besuchte ich, Marie Luh, die Gastgeber dieser besonderen Veranstaltungen, um sie zu ihren Erfahrungen mit diesen Milongas zu befragen. Vorab eine Information für all die, die denken, die Veranstaltungen seien öffentliche Contango-Veranstaltungen gewesen: Nein: sie waren weder öffentlich, noch waren es typische Contango-Veranstaltungen.

Doch hören wir, was die Gastgeberin dazu zu sagen hat.

Ein Bericht der Journalistin Marie Luh*

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Wohnzimmer-Milonga: vorbereiten, durchführen und sich für das Wohl der Gäste verantwortlich fühlen

Kennt ihr das auch: Wenn ihr zu einem privaten Fest einladet, fühlt ihr euch verantwortlich, verantwortlich nicht nur für die Organisation und die Durchführung des Festes, sondern – vor allem – für das Wohl eurer Gäste während und auch nach dem Fest. Was beinhaltet das?

Nachdem wir innerhalb von fünf Monaten drei „Domzimmer-Milongas“ organisiert und durchgeführt haben, möchte ich anderen, die ein ähnliches Experiment wagen wollen und sich fragen, ob Tango und ContactTango miteinander irgendwie vereinbar sind, den Aufwand, die Erfahrungen und die Freuden eines  solchen privaten Tanzfestes beschreiben. Wozu? Vielleicht, damit zukünftige Gastgeber einschätzen können, ob sie genügend Energie, Ideen, Freude und „Karma“ für die Durchführung solcher Feste haben. Dazu am Ende des Beitrags eine Checkliste.

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Domzimmer-Milonga III: Tango and ContacTango in Contact

Tango erlernen, Contango entdecken

Erstmals erlebt haben wir Tango bei einer Geburtstagsfeier, als ein befreundetes Paar für uns einen Tango zur Darbietung brachten – verlockend.

Zwei Jahre später waren wir selbst so weit: wir ging in den Tangokurs unserer finnischen Tangolehrerin beim TSZ Attaching – traditionell.

Das Lernen war für uns als Anfänger und als Paar nicht immer einfach war: „Ist das richtig so? Wie geht der Schrit nochmal? Sei locker!“ – herausfordernd.

Der Besuch von Tanzveranstaltungen – „Wir gehen tanzen“ – bedeutete damals: „Stefan tanzt, Mirjam sitzt“. Dass sie nicht die einzige Sitzende war, war kein Trost – verzwickt.

Dass wir dem Tango treu blieben, liegt vor allem an der Atmosphäre und an der Musikauswahlt bei der Milonga Neostalgia in Freising und der Wohnzimmer-Milonga Riedlscher Art in der „Tangometropole“ Pörnbach, zwischen Pfaffenhofen und Ingolstadt gelegen – wunderbar, befügelnd.

Am Münchner Königsplatz beim Tanz Andrea bekam Stefan den Tipp dafür, „wo man denn so frei tanzt“: im Freitänzer und im Lachdach mit den Lehrern Peter, Taro, Thomas, Sebastian und mit ihr, Andrea – spannend.

Die Entdeckung des Contango (auch „ContacTango“ genannt) brachte uns neue, abwechslungsreiche Musik und freies Tanzen – allein, zu zweit, zu dritt – mit Tänzerinnen und Tänzern, die uns freundlich aufnahmen – befreiend.

Contango tanzen und weitergeben

Die Entdeckung wollten wir weitergeben an Freunde, die gerne Tango tanzen, es aber auch genießen, wenn sie auf die Musik hörend und sie interpretierend tanzen.

Unterstützt durch eine Freundin, die gerade ihre Ausbildung zur Tanztherapeutin abgeschlossen hatte, suchten wir eine „location“ für eine erste Contango-Veranstaltung in Freising. Schließlich wurden wir fündig: Wir mieteten einen Raum im Kardinal-Döpfner-Haus an und luden zu einem ersten Contango-Workshop in Freising ein. Zwölf Tänzerinnen und Tänzer kamen damals zu diesem Workshop.

Ein Jahr später, bei der Planung von Stefans Geburtstags-Wohnzimmer-Milonga, stellten wir fest: Unser Wohnzimmer ist zu klein, wenn auch die Contango-Freunde aus München mittanzen sollen. So wurde mit Unterstützung unserer Freisinger Contact-Freundin aus der geplanten Wohnzimmer-Milonga eine Domzimmer-Milonga im Veit-Adam-Saal des Döpfner-Hauses auf dem Freisinger Domberg. Groß war die Hilfe Ingolstädter Tangofreunde, die ihre Musikanlage mitbrachten und sich das DJ-ing mit Stefan teilten. Am Eingang des Saals damals die Kalligrafie mit dem Text: „Wer barfuß geht, den drücken keine Schuhe.“

Eine Contango-Milonga ohne Warm-up? Das geht gar nicht! Deshalb: Warm-up – aber klar doch!
Aber mit wem? Nachdem Peter Krempelsetzer 2017 den Workshop gehalten hatte, übernahm im Februar 2018 Andrea Gröger das Warm-up, im April Thomas Wanner und im Juni Sebastian Mayer, alle vier Lehrer aus der Münchner Contango-Szene.

Wer alle fünf Münchner Contango-Lehrer an nur einem Wochenende erleben möchte, dem sei der Besuch des ersten Münchner ContacTango-Festivals Anfang Juli empfohlen.

Ein besonderes Ereignis bei der Wohnzimmer-Milonga III im Juni war der Auftritt von drei Mitgliedern der Münchner Contango Banda.

Playlist zur Domzimmer-Milonga III – hier lang.

Tango und Contango zusammen – geht das?

Immer wieder überlege ich, ob wir mit der Domzimmer-Milonga ein Zusammenkommen von Tango und Contango zu erzwingen versuchen – ein Zusammenspiel, das prinzipiell nicht möglich ist?“, und ich hoffe dabei, dass unsere Milongas dazu beitragen, die jeweils andere Seite genauer wahrzunehmen und in ihrem Anderssein zu respektieren.

Die Rückmeldungen der Gäste – sowohl der Tango- als auch der Contango-TänzerInnen – am Abend unserer letzten Domzimmer-Milonga bestärken uns:

  • „Hier muss sich der Mann nicht als toller Tänzer beweisen, und die Frau ist nicht zum Sitzen, Sich-Anbieten und Warten verdonnert. Das Fehlen von Konkurrenz schafft diese freundliche Stimmung, die etwas ganz Besonderes hier ist.“,
  • „… das Warm-up, die heitere, kreative Tanzatmosphäre, das angenehme ‚Publikum‘, die stimmige Musikauswahl, die einfühlsame und auch fetzige Livemusik … “,
  • „Mit der Live-Musik ist das heute die beste der drei Milongas.“,
  • „Es war wunderschön.“,
  • „Macht weiter!“

 

 

 

 

 

Unbekanntes nunbekanntes Tschechien

Mein letzter Oktober stand ganz im Zeichen von Tschechien, mit Prag, Liberec und Žítková …

Prag

Anfang Oktober fuhren wir für drei Tage nach Prag. Mit einem Film-Klassiker von 1969 hatten wir uns auf diese Reise nach Prag eingestimmt, mit „Salto Mortale“ und den „Flying Dorias“ in Prag, mit dem toxoplasmosekranken Bären Pando und der Rettungsaktion durch Mischa Doria über Funk nach Winterthur … Zusätzlich zum aktuellen „Baedecker Reiseführer Prag“ haben wir auf der Zugfahrt nach Prag auch ein älteres „Merianheft“ gelesen.

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Weihnachtsmilonga im TSZ

Mal wieder beim “richtigen” Tango?

Am 3. Dezember 2017 fand im TSZ Freising das große Weihnachts-Café mit Kaffee, Kuchen, Tanzvorführungen, einem Besuch vom Nikolaus und einer Weihnachtsmilonga im Barocksaal statt.

Stefan hatte das Vergnügen, die Milonga als TJ musikalisch zu gestalten. Um den musikalischen Vorlieben aller Tänzerinnen und Tänzer einen Raum zu bieten, gab es eine Mixed Milonga mit Stücken von traditionell bis Non-Tango, deren Aufnahmedaten von 1926 bis 2016 reichen. Eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen und Länder mit weihnachtlichem Bezug …

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Reife und Eifer – Kirche zwischen Mission und Museum

Ein Gottesdienst in vertrauter Umgebung: Vor 60 Jahren, im Herbst 1955, wurden in der damals neu erbauten Tübinger Martinskirche die ersten Gottesdienste gehalten – meine Großmutter Klara war sicher dabei. Jahre später, bei einem unserer Besuche, saß ich neben ihr in dieser oval-achteckigen Kirche mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre von Geborgensein und Zugehörigkeit.

Seit drei Jahren besuche ich zusammen mit meiner Mutter einmal im Monat diese Kirche und sitze dort neben ihr, wie damals neben Oma Klara. Einige Gottesdienst-Besucherinnen und auch die Pfarrerin, Frau Hartmann, kennen mich schon und grüßen mich, wenn ich mit Mutter nach dem Gottesdienst die Kirche wieder verlasse. Hier fühle ich mich meiner Tübinger Großmutter und meinen Eltern nahe, hier ist der (Glaubens-)Ort, an den sie mich gestellt haben.

Heute, am 13. Nov. 2016, kurz nach dem Martinstag, findet hier ein besonderer Gottesdienst statt: Die koreanischen Gemeinde, die in der Martinskirche regelmäßig ihre Gottesdienste feiert, dankt der Martinsgemeinde mit einem gemeinsamen Gottesdienst.

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Okonomiyaki – wie es euch gefällt

Auch im Japanisch-Sprachkurs der Freisinger VHS weiß man zu feiern: Kursleiterin Noriko Kai lud zu sich nach Hause zum gemeinsamen Kochen und Essen ein. Auch hier zeigt sich:

Liebe – zum Land, zur Sprache, zur Kultur, zu den Menschen – geht durch den Magen!

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