Archiv für den Monat: Juni 2022

Ein Knopf, ein Tropf im Mumintal: Knyttet, Toffle, Toffel – Knütt

Eine Tasse, die neugierig macht und mich an das Buch erinnert, das mir früher schon aufgefallen war: „Vem ska trösta Knyttet?“ von Tove Jansson – eine Geschichte aus dem Mumintal mit menschenähnlichen Figuren als Hauptperson.

Die Suche nach einer deutschsprachigen Ausgabe des Buches gestaltet sich als schwierig: Schnell finde ich die englische Version: „Who Will Comfort Toffle?”, dann die (vergriffene) Ausgabe von 2009 „Wer tröstet Toffel? Ein Märchen aus dem Mumintal“. Die unterschiedlichen Namen der Hauptfiguren erschweren die Suche: Heißt die Hauptperson nun „Knytt“ (bzw. „knyttet“), Lillan“, „Toffle“ oder „Toffel“ – oder „Knütt“? Tatsächlich gibt es seit 2017 eine gut lesbare Version im Arena Verlag, übersetzt von Birgitta Kichererm mit dem Titel: „Die Mumins. Knütt findet einen Freund“.

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Antworten auf die Fragen zur Chemie

Über einen ehemaligen Kommilitonen der Universität Konstanz wurde das Rätsel bezüglich der Formel aus Bonnie Garmus’ Roman „Eine Frage der Chemie” gelöst.

Was stellt die Formel aus Elizabeth Zotts „Lessons in Chemistry“ dar?

Der frühere Kommilitone und heutige Chemie-Professor schickte mir folgende Nachricht mit Verweis auf die Unterstützung durch Dr. Elke Fritz-Langhals, TU München.

Bei der Formel handelt es sich um ein Peptid, das folgende Sequenz beginnend vom N-terminalen Ende: Cys-Tyr-Ile-Gln-Asn-Cys-Pro-Leu-Gly-NH2 enthält.
Es handelt sich dabei um Oxytocin, ein Hormon siehe z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin.
Da es möglicherwiese in dem Roman über Frauen in der Wissenschaft geht, spielt das Hormon evtl eine ganz besondere Rolle in dem Roman. Ich musste mir selbst Hilfe holen, um die Formel zu identifizieren.

(TF per Mail am 6.6.2022)

Meine Kollegin aus dem Wissenschaftslektorat hat daraufhin folgendes ergänzt:

Das ist ja wirklich toll. Auf Oxytocin bin ich nicht gekommen, obwohl ein geburtsauslösendes und -beschleunigendes Hormon sehr gut passt.
Isolation, Synthese und Ersteinsatz in der Geburtshilfe von Oxytocin erfolgten zwischen 1953 bis 1960. Das kommt hin.

Jetzt haben wir doch des Rätsels Lösung.

(BF per Mail am 6.6.2022)

Wer mag, kann nun gerne weitere Informationen sammeln zu dem als „Kuschelhormon“, „Bindungshormon“ oder „Hormon der Nähe“ bezeichneten Oxytocin – oder „Eine Frage der Chemie“ nochmal lesen.

Noch ein Nachtrag:
Herzlichen Dank an Frau Dr. Elke Fritz-Langhals, die, von der organischen Chemie her kommend, die Formel für uns entschlüsselt hat, und an Herrn Prof. Dr. Thomas Fässler, der die Frage aufgegriffen und den Kontakt zu Frau Fritz-Langhals hergestellt hatte.

Lesung im Literaturhaus München am 1. Juni 2022 mit Bonnie Garmus und Felicitas von Lovenberg (Moderation) und Katharina Bach (Münchner Kammerspiele)


Fragen zur Chemie, mit Kaffeeglück und Bleistift

Wieder einmal war ich mittels Lesen auf einer Reise: durch Raum und Zeit, in die Wissenschaft und Kulinarik, verbunden mit verschiedenen Begegnungen. Konkret ging die Reise nach Kalifornien, in die 50er- und 60er-Jahre, in die Chemie, zu Freundinnen aus Studium, Beruf und Tanz, und schließlich zum Kaffeetrinken in die Küche. Motor der Reise war der gerade erschienene und hochgelobte Roman von Bonnie Garmus: „Eine Frage der Chemie“ („Lessons in Chemistry“).

Ich muss sie nicht selbst formulieren, die Lobesreden auf diesen Roman: Er ist ein „hellsichtiger Gesellschaftsroman“ (Deutschlandfunk Kultur am 22.4.2022), ein „rührender Roman über eine starke Frau“ (NDR Kultur am 5.4.2022), ein „großer, kluger literarischer Spaß – und ein anrührenden Familienroman“ (Denis Scheck am 22.05.2022). Ich beschreibe hier lieber meine eigenen Erfahrungen mit dem Buch, das Besondere, das ich mit diesem Buch erlebt und entdeckt habe.

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