{"id":3122,"date":"2022-09-24T17:43:21","date_gmt":"2022-09-24T17:43:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ichtich.de\/?p=3122"},"modified":"2025-05-02T13:38:10","modified_gmt":"2025-05-02T13:38:10","slug":"haiku-lesen-und-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ichtich.de\/?p=3122","title":{"rendered":"Haiku erleben, schreiben und lesen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-medium is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Das-erste-Haiku-300x280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3144\" width=\"206\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Das-erste-Haiku-300x280.jpg 300w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Das-erste-Haiku-624x583.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><figcaption><em>Das erste Sonntags-Haiku<\/em> <br><em>im August 2021<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seit einem Jahr habe ich w\u00f6chentlich ein besonderes Leseerlebnis: In der Nacht von Samstag auf Sonntag schickt mir Marie-Luise Schulze Frenking ein Haiku, das mich mit seiner Stimmung in den Tag hinein begleitet. Kennengelernt hatten wir beide uns vor gut f\u00fcnf Jahren bei einem <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.lebensmutig.de\" target=\"_blank\">Lebensmutig<\/a>-Seminar \u00fcber biografisches Schreiben, seither treffen wir uns in einer kleinen Dreier-Gruppe zum Austausch \u00fcber Schreib- und andere Projekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute nun beantwortet Marie-Luise meine Fragen \u00fcber ihr Erleben mit dem Schreiben ihrer Haiku und l\u00e4sst uns so teilhaben an ihren Erfahrungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Alle hier aufgef\u00fchren Haiku wurden von Marie-Luise Schulze Frenking verfasst; ebenso wurden alle Fotos in diesem Beitrag von Marie-Luise Schulze Frenking erstellt.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\"><strong><em>Marie-Luise, seit wann schreibst du: Geschichten, Gedichte, Haiku?<\/em><\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p>Seit meinem zehnten Lebensjahr schreibe ich Tagebuch. Meine Mutter gab mir ins Ferienlager ein Schreibheft mit und ich bin ihr bis heute dankbar, dass sie mich zum Schreiben animierte. Gelesen habe ich immer und als Kind wollte ich Schriftstellerin werden. Leider fehlt mir die Phantasie, Geschichten und Dialoge auszudenken.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserer Familie waren Comics verp\u00f6nt, so las ich als Ersatz die gesammelten Werke von Wilhelm Busch. Er inspirierte mich selbst zu reimen: f\u00fcr Familienfeste, Hochzeitszeitungen, Geburtstagskarten oder eine (peinliche) Abiturrede. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich schrieb weiter Tagebuch und versuchte mich an verschiedenen Textformen, ohne f\u00fcr mich die passende zu finden. Unter anderem machte ich Wahrnehmungs\u00fcbungen und notierte nach Spazierg\u00e4ngen alles, was ich unterwegs mit meinen f\u00fcnf Sinnen aufnehmen konnte. Ich stie\u00df auf ein Lyrikarbeitsbuch von G\u00fcnter Waldmann, das ich durcharbeiten wollte<em>.<\/em> Gleich im ersten Kapitel von Waldmanns Buch geht es um das Schreiben von Haiku, das so charakterisiert wird: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Traditionellerweise hat es Naturerscheinungen und -stimmungen zum Gegenstand und behandelt sie oft so, da\u00df sein Gegenstand mehrschichtig erscheint, da\u00df Gegens\u00e4tze oder da\u00df Allgemeines an ihm sichtbar werden. <\/p><cite>G\u00fcnter Waldmann: \u201eProduktiver Umgang mit Lyrik. Eine systematische Einf\u00fchrung in die Lyrik, ihre produktive Erfahrung und ihr Schreiben\u201c, Schneider Verlag Hohengehren, S. 13.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es reizte mich zu versuchen, die Sinneseindr\u00fccke in reduzierter und sprachlich strenger Form festzuhalten und pl\u00f6tzlich flog mir mein erstes Haiku zu, es war im Urlaub 2018:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>grau zieht der Nebel<br>vom Meer in die Stadt<br>bringt Seeluft mit sich<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das ist nichts Bewegendes, aber es war ein Anfang, und von da an versuchte ich, Wahrnehmungen um mich herum in das Schema von drei Zeilen mit f\u00fcnf \u2013 sieben \u2013 f\u00fcnf Silben zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Was sind Haikus &#8211; was kannst du \u00fcber Haikus erz\u00e4hlen? Und nebenbei: \u201edas Haiku\u201c oder \u201eder Haiku\u201c?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beides ist laut Wikipedia richtig, aber ich benutze (wie der Duden) die s\u00e4chliche Form, also \u201edas Haiku\u201c und spreche in der Mehrzahl von \u201eden Haiku\u201c, also ohne Plural-s.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Haiku ist die k\u00fcrzeste Gedichtform der Welt und hat sich von Japan aus in den letzten Jahrhunderten weltweit verbreitet. Es umfasst typischerweise drei Zeilen, die in der japanischen Sprache f\u00fcnf, sieben, f\u00fcnf Moren enthalten. Moren sind etwas anderes als Silben, aber dieses Schema wurde in den nichtjapanischen L\u00e4ndern zun\u00e4chst so \u00fcbernommen. Haiku reimen sich nicht und es gibt keine \u00dcberschrift.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fand \u00fcber das Internet ein Buch, in dem ich mehr \u00fcber Haiku erfahren und praktische Anleitung bekommen konnte: <em>Stefan Valentin M\u00fcller, \u201eHaiku schreiben, eine kleine Schule\u201c, BoD, Norderstedt<\/em>. Dieses d\u00fcnne Arbeitsb\u00fcchlein hat mir sehr geholfen, wesentliche Charakteristika zu beachten und bessere Haiku zu schreiben: einfache Sprache, Gegenw\u00e4rtigkeit, Darstellung eines sinnlich erfahrenen Augenblicks, Jahreszeitenbezug, Ungesagtes, das beim Leser nachhallt. Die Silben- und sogar die Zeilenregeln treten mit der Zeit in den Hintergrund, ebenso l\u00e4sst sich auch ein Haiku ohne Jahreszeitenbezug, sogar ohne Bezug zur Natur schreiben: \u201eKurz soll es sein, konkret, offen\u201c (M\u00fcller, S. 49). M\u00fcller erw\u00e4hnt auch das Tanka als Vorl\u00e4ufer des Haiku mit f\u00fcnf Zeilen und der Richtschnur f\u00fcnf \u2013 sieben \u2013 f\u00fcnf \u2013 sieben \u2013 sieben Moren bzw. Silben.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich zu Anfang habe ich ein weiteres Buch gelesen, das den Haikudichter Issa im Titel f\u00fchrt: <em>David G. Lanoue, \u201eSchreiben wie Issa \u2013 ein Haiku-Ratgeber\u201c, BoD, Norderstedt<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/6b5998dc-fd6c-4b14-aeb7-8774d41229e7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3125\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/6b5998dc-fd6c-4b14-aeb7-8774d41229e7.jpg 1024w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/6b5998dc-fd6c-4b14-aeb7-8774d41229e7-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/6b5998dc-fd6c-4b14-aeb7-8774d41229e7-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/6b5998dc-fd6c-4b14-aeb7-8774d41229e7-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der japanische Haikudichter Kobayashi Issa lebte von 1763 bis 1828 und war neben den zwei klassischen und ber\u00fchmten Haikudichtern Basho und Buson ein besonders vom einfachen Volk geliebter Dichter mit einem entbehrungsreichen Leben und einem besonderen Blick darauf. Lanoue sagt von Issa, er schreibe \u201e\u2026 konsequent mit so viel Mitgef\u00fchl, Einsicht, Humor, Ehrlichkeit und Fantasie, dass meiner Meinung nach niemand anderes besser geeignet ist, anhand seines Beispiels einen Weg des Haiku zu lehren, der auch in unserem 21. Jahrhundert so attraktiv und vielversprechend ist wie einst im achtzehnten und fr\u00fchen neunzehnten Jahrhundert.\u201c (Lanoue, S.10). Mir hat dieses Buch den Geist des Haiku nahegebracht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Gib doch noch mal ein einfaches Beispiel eines deiner ersten Haiku.<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>Berge geschichtet<br>in vielen Stufen von Blau<br>der Blick weitet sich<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Wie kamst du dazu, ausgerechnet Haiku zu schreiben <strong><em><strong><em>\u2013<\/em><\/strong><\/em><\/strong> was fasziniert dich an Haiku? Warum gerade Haiku?<\/mark><\/em><\/strong><br><br>Haiku fordern mich heraus, in wenigen Worten eine Situation so wiederzugeben, dass nicht nur ich selbst mich sp\u00e4ter daran erinnere, sondern sich auch ein Leser in die Szene versetzen und nachvollziehen kann, wie dieser Augenblick war \u2013 ohne dass ich ihm meine eigenen Gef\u00fchle aufdr\u00e4nge. Der Autor tritt hinter das Haiku zur\u00fcck. Die Leserin soll selbst bei sich f\u00fchlen und weiterdenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan M\u00fcller spricht vom Haiku-Moment: \u201eHaiku halten solche Momente fest, in denen wir ber\u00fchrt werden und die Welt im doppelten Sinn begreifen\u201c (M\u00fcller, S.4). Wenn ich selbst nach langer Zeit meine Haiku lese, wei\u00df ich bei den meisten, wo und in welcher Situation ich sie geschrieben habe. Es ist wie Tagebuchschreiben in konzentrierter Form, das Festhalten des fl\u00fcchtigen Augenblicks. Das fasziniert mich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Was veranlasst dich, ein Haiku zu schreiben? Gibt es einen \u00e4u\u00dferen Ansto\u00df f\u00fcrs Schreiben?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Haiku, die pl\u00f6tzlich ohne bewusste Absicht aus dem Augenblick heraus entstehen. Einmal kam ich nachts heim und beim Aufschlie\u00dfen der Haust\u00fcr war ein Haiku da:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>sternenklare Nacht<br>in der Luft der erste Frost<br>und Kranichrufe<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Es kommt aber ebenso vor, dass ich etwas gesehen oder erlebt habe und lange daran feile, es in die passende Form zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ganzes Jahr lang sind mein Mann und ich mehrmals in der Woche eine Stunde gewalkt und jedes Mal habe ich ein oder mehrere Haiku von unterwegs mitgebracht. Weil ich nicht die begeisterte Sportlerin bin, waren sie oft die Motivation, \u00fcberhaupt loszugehen. Die dabei entstandenen Haiku haben mir bewusst gemacht, wieviel Sch\u00f6nes es drau\u00dfen zu entdecken gibt und wie sich die Natur im Laufe des Jahres ver\u00e4ndert. Die verg\u00e4nglichen Momente mit allen Sinnen zu erfahren und sie in einem Haiku aufzubewahren ist seitdem eine Freude und Bereicherung meines Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Hat sich deine Art, ein Haiku zu schreiben, ver\u00e4ndert? Wie?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von den reinen Naturbeschreibungen habe ich mich etwas entfernt. Stattdessen versuche ich h\u00e4ufiger, Zwischenmenschliches zu erfassen, aber das oft in Bezug zum Erleben der Natur. Ich merke, dass auch daf\u00fcr das Hinausgehen und konkrete Beobachten notwendig ist. Wenn ich eine entsprechende Situation erlebt habe, kann auch am Schreibtisch in der R\u00fcckschau ein Haiku entstehen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>auf dem Schlittenberg<br>der Vater hinter dem Sohn<br>ist wieder sieben<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Hast du Vorbilder, die dich in deiner Art zu schreiben besonders beeinflusst haben?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mir nach und nach Haiku-Anthologien und Jahrb\u00fccher beschafft und viele Haiku gelesen. Hier einige der Titel:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><em>\u201eHaiku \u2013 Japanische Dreizeiler\u201c, ausgew\u00e4hlt und \u00fcbersetzt von Jan Ulenbrook, Reclamverlag<\/em><\/li><li><em>\u201eJapanische Jahreszeiten \u2013 Tanka und Haiku aus dreizehn Jahrhunderten\u201c, aus dem Japanischen von Gerolf Coudenhove, Manesse-Verlag<\/em><\/li><li><em>\u201eG\u00e4be es keine Kirschbl\u00fcten \u2013 Tanka aus 1300 Jahren\u201c, ausgew\u00e4hlt, \u00fcbersetzt und herausgegeben von Yukitsuna Sasaki, Eduard Klopfenstein und Masami Ono-Fellner, Reclamverlag &nbsp;<\/em><\/li><li><em>\u201eHaiku\u201c \u2013 herausgegeben und aus dem Englischen \u00fcbersetzt von Hans J\u00fcrgen Balmes, Fischer TaschenBibliothek&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<\/em><\/li><li><em>\u201eHaiku hier und heute\u201c, mit einem Nachwort, herausgegeben von Rainer Stolz und Udo Wenzel, dtv &nbsp;<\/em><\/li><li><em>\u201eGesammelte Augenblicke. Deutschsprachige Haikus der Gegenwart\u201c, herausgegeben von Gerhard Stein, Werner Kristkeitz Verlag&nbsp;<\/em><\/li><li><em>\u201eHaiku-Jahrb\u00fccher\u201c, herausgegeben von Volker Friebel, Edition Blaue Felder<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Sehr interessant zu studieren sind zwei B\u00fccher, die das Thema analytisch-wissenschaftlich angehen, s\u00e4mtliche Spielarten des Haiku vorstellen und aus einer Reihe hervorgegangen sind, die \u00fcber Jahre in der Zeitschrift \u201eSommergras\u201c der Deutschen Haiku-Gesellschaft ver\u00f6ffentlicht wurde: <\/p>\n\n\n\n<ul><li><em>Klaus-Dieter Wirth, \u201eDer Ruf des Hototogisu, Grundbausteine des Haiku\u201c, Teil I und II, Allitera Verlag.<\/em> &nbsp;<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/c0177eed-2f33-48e9-a54b-f811269e78a9.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3127\" width=\"384\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/c0177eed-2f33-48e9-a54b-f811269e78a9.jpg 768w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/c0177eed-2f33-48e9-a54b-f811269e78a9-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/c0177eed-2f33-48e9-a54b-f811269e78a9-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/c0177eed-2f33-48e9-a54b-f811269e78a9-624x624.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br>So habe ich zun\u00e4chst die klassisch-japanischen Haiku gelesen, dann zunehmend moderne deutsche und mich mit verschiedenen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten vertraut gemacht. Das spiegelt sich in den eigenen Haiku: zuerst ging es um Naturerscheinungen, immer im f\u00fcnf-sieben-f\u00fcnf-Schema, dann kamen andere Themen dazu und die Form lockerte sich. Manche meiner Haiku umfassen jetzt nur noch drei oder vier Worte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>endlich<br>freigetestet<br>atmen<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Wie sieht die \u201eCommunity\u201c f\u00fcr Haiku-Schreibende aus: Welche Gruppierungen und Austauschm\u00f6glichkeiten gibt es und welche nutzt du?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst bin ich \u00fcber das Internet auf die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.haiku.de\" target=\"_blank\">Deutsche Haiku-Gesellschaft<\/a> gesto\u00dfen. Sie gibt viertelj\u00e4hrlich die Zeitschrift \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/haiku.de\/die-zeitschrift-sommergras\/\" target=\"_blank\">Sommergras<\/a>\u201c heraus, die ich abonniert habe. Hier sind Artikel zum Haikuschreiben enthalten, Informationen \u00fcber Haiku-Dichter, Rezensionen und vieles mehr zum Thema. Dort wird eine Haiku- und Tankaauswahl abgedruckt, zu der man auch als Nicht-Mitglied bis zu drei Haiku und Tanka einsenden kann. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/694d3c19-e286-4d57-870d-bbb4e1a43aa0.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3126\" width=\"498\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/694d3c19-e286-4d57-870d-bbb4e1a43aa0.jpg 995w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/694d3c19-e286-4d57-870d-bbb4e1a43aa0-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/694d3c19-e286-4d57-870d-bbb4e1a43aa0-768x529.jpg 768w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/694d3c19-e286-4d57-870d-bbb4e1a43aa0-624x430.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Durch Verweise auf dieser Website habe ich weitere Seiten gefunden, auf denen viele Haiku zu entdecken sind und die gleichzeitig die M\u00f6glichkeit geben, eigene Haiku einzusenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 15. jedes Monats ver\u00f6ffentlicht Volker Friebel eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl Haiku, die er aus jeweils vier- bis f\u00fcnfhundert Einsendungen ausw\u00e4hlt. Dort kann jeder pro Monat bis zu 12 Haiku einreichen. Alle bisher ausgew\u00e4hlten Haiku sind archiviert und k\u00f6nnen nachgelesen werden bei <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.haiku-heute.de\/\" target=\"_blank\">Haiku heute<\/a>. Die Seite bietet viele Informationen, Artikel und Hilfestellungen zum Haikuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan Wolfsch\u00fctz pflegt eine Seite mit einem monatlichen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/kukai24.de\/\" target=\"_blank\">Kukai<\/a>. Das bedeutet, dass man ein Haiku einsendet, das dann von allen Teilnehmern am Monatsende bewertet wird. Dieses Format gibt den Autoren Resonanz, wie das eigene Haiku bei anderen ankommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine auf Tanka spezialisierte Seite, betreut von Tony B\u00f6hle, gibt einmal im Quartal das Internetjournal \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.einunddreissig.net\/\" target=\"_blank\">einunddrei\u00dfig<\/a>\u201c heraus, auch hier kann man sich beteiligen. <\/p>\n\n\n\n<p>Claudia Brefeld stellt monatlich \u201e<a href=\"https:\/\/www.claudiabrefeld.de\/Haiga-im-Focus.htm\">Haiga im Focus<\/a>\u201c ins Netz \u2013 Haiga sind Haiku in Kombination mit Fotos, die aber nicht einfach den Inhalt des Haiku wiederholen, sondern in denen sich Text und Bild gegenseitig erg\u00e4nzen beziehungsweise in einem Spannungsverh\u00e4ltnis stehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Webpr\u00e4senzen lassen sich vorangegangene Auswahlen nachlesen und studieren. Zus\u00e4tzlich gibt es verschiedene, auch internationale Wettbewerbe und Aufrufe, zu bestimmten Themen Haiku einzusenden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Was bedeutet es f\u00fcr dich, wenn ein von dir geschriebenes Haiku ver\u00f6ffentlicht wird?<\/mark><\/em><\/strong><br><br>Das ist jedes Mal eine gro\u00dfe Freude und Best\u00e4tigung und gleichzeitig ein Ansporn. Meine erste Einreichung im Sommer 2021 wurde nicht abgedruckt, aber von der Septemberausgabe 2021 an konnte ich in jeder \u201eSommergras\u201c ein oder mehrere Haiku von mir wiederfinden. Dieses machte den Anfang:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>Gewitterregen<br>Bl\u00fctenbl\u00e4tter, durchsichtig<br>auf dem Asphalt<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Seither sende ich Beitr\u00e4ge auch an die anderen Websites und mittlerweile sind es \u00fcber f\u00fcnfzig Haiku, die ver\u00f6ffentlicht wurden. Mein alter Traum vom B\u00fccherschreiben findet neue Nahrung. Aber unabh\u00e4ngig davon empfinde ich es als pers\u00f6nliche Bereicherung, Haiku-Momente zu erleben, sie bewusst wahrzunehmen und sie in Sprache umzusetzen. Ich stelle mir vor, dass das auch im Alter eine sch\u00f6ne und erf\u00fcllende Besch\u00e4ftigung ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Was h\u00e4ltst du von der Verbindung von Foto und Haiku: Gibt es bestimmte Bilder, die du fotografierst und die zugleich Anlass f\u00fcr ein Haiku sind?<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_1604.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3133\" width=\"288\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_1604.jpg 576w, https:\/\/www.ichtich.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_1604-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Es kommt vor, dass ein Bild den Ausl\u00f6ser f\u00fcr ein Haiku darstellt, aber viel mehr wirkt der erlebte Augenblick selbst. Dieses Haiku ist von einem Foto inspiriert, das ich selbst gemacht habe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>bereifte Bl\u00fcte<br>vom Frost geknickt<br>duftet immer noch<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Solche Haiku einfach unter das jeweilige ausl\u00f6sende Foto zu setzen, w\u00e4re langweilig, oder? Ein Haiga braucht mehr, das habe ich begriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kombination Bild und Haiku, die den speziellen Ausdruck \u201eHaiga\u201c tr\u00e4gt, ist wie oben erw\u00e4hnt nicht einfach eine Entsprechung. Ich habe die besondere Beziehung noch nicht wirklich verstanden und taste mich durch Einsenden von Haiku zu dem monatlich vorgestellten Foto von Claudia Brefeld auf ihrer Website an Haiga heran. Dazu ein Beispiel, das illustrieren mag, in welcher Beziehung Bild und Haiku im Haiga stehen. Eines der Fotos von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.claudiabrefeld.de\/\" target=\"_blank\">Claudia Brefeld<\/a> zeigt einen <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.claudiabrefeld.de\/Haiga-im-Focus\/Archiv\/49-Mai-2022\/Ausgabe-49-2022-5.htm\" target=\"_blank\">Marienk\u00e4fer<\/a>, der mit dem Teleobjektiv aufgenommen wurde. Dazu habe ich das Haiku geschrieben:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>der Weg zum Spielplatz<br>mit den Augen des Kleinen<br>ein Abenteuer<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Was ist zuerst da: ein Bild, eine Empfindung, ein Gedanke \u2013 und dann das Haiku? Oder andersherum: Worte, Haiku \u2013 und dann das Bild?<\/mark><\/em><\/strong><br><br>F\u00fcr mich ist es immer zuerst eine konkrete Situation oder eine Erinnerung, manchmal festgehalten in einem Foto, die ein Haiku ausl\u00f6st, bzw. ein Gedanke, der sich in einem Haiku niederschl\u00e4gt. Als Beispiel ein Tanka, ver\u00f6ffentlicht und von Valeria Barouch in \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.einunddreissig.net\/\" target=\"_blank\">einunddrei\u00dfig<\/a>\u201c 5\/2022 besprochen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>die alte Dame<br>kann mit ihrem Rollator<br>nur m\u00fchsam gehen<br>doch tr\u00e4gt sie immer noch Rouge<br>und ein L\u00e4cheln im Gesicht<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieses Bild steht wie ein Foto vor mir: Ich stand in Venedig am Fenster und beobachtete eine gut geschminkte Italienerin in fortgeschrittenem Alter, gest\u00fctzt auf ihren Rollator, die eine junge Frau neben sich anstrahlte und mit ihr parlierte, charmant trotz ihres Handicaps. Dieses Bild setzte sich gleich um in ein Haiku. Umgekehrt w\u00fcsste ich nicht, wie ein Bild aussehen sollte, das diesen Text zu einem Haiga erg\u00e4nzt. Wie gesagt, davon habe ich noch keine rechte Ahnung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Welche Fragen fehlen hier \u2013 was m\u00f6chtest du uns noch zum Thema Haikuschreiben sagen?<\/mark><\/em><\/strong><br><br>Das Schreiben von Haiku macht Freude! Wer seine Wahrnehmungsf\u00e4higkeit \u00fcben will, wer es liebt, mit Sprache zu spielen, wer kreativ sein will, f\u00fcr den oder die ist das Haiku-Dichten eine spannende und gleichzeitig beruhigende Besch\u00e4ftigung. Und der Stoff geht nie aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Haiku-Lesen genie\u00dfe ich. Immer wieder habe ich Aha-Erlebnisse, freue mich, wenn jemand einen Moment so eingefangen hat, dass ich mittendrin bin oder sage: Ja genau, so ist es. Es gibt Haiku, bei denen ich lachen muss. Als Ersatz f\u00fcr Beispiele anderer Autoren wieder eins von mir:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>die Maus im Bad<br>bringt mich ganz<br>aus dem Gleichgewicht<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen f\u00e4llt mir noch ein: Ich habe die Freiheit, Regeln zu befolgen oder es eben nicht zu tun. Es gibt Haiku, die nur aus einer Zeile bestehen. Es gibt Autoren, die generell nur kleinschreiben. Manche benutzen Satzzeichen, ich so gut wie nicht. Andere schreiben den Anfangsbuchstaben jeder Zeile gro\u00df, ich lasse sie, au\u00dfer wenn es sich um Nomen handelt, klein beginnen. Ich kann experimentieren mit der Form und \u00fcber jedes Thema und jede Begebenheit schreiben, wenn diese einen Haiku-Moment in mir ausl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Grundregel ist eingangs als Zitat von Stefan Valentin M\u00fcller erw\u00e4hnt: \u201eKurz soll es sein, konkret, offen\u201c, vieles andere ist dichterische Freiheit.<br><br>Mir hat das Haiku \u2013 das Erleben, das Schreiben und das Lesen \u2013 die Augen ge\u00f6ffnet f\u00fcr das Unscheinbare, Kleine und Wunderbare in der Natur, in meiner Umgebung und im gew\u00f6hnlichen Alltag. Ich schaue genauer hin und freue mich an allem, was mir Sch\u00f6nes begegnet. Ebenso kann ich auch Trauriges und Schweres, das ich erlebe, in eigenen Haiku ausdr\u00fccken oder in denen anderer Dichter wiederfinden. Hierzu ein letztes Haiku, das in der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.haiku-heute.de\/archiv\/top-extra-2022-05\/\" target=\"_blank\">Maiausgabe von Haiku heute<\/a> von Ren\u00e9 Poss\u00e9l besprochen wurde:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><strong>Ostermorgen<br>vor unserem Haus spielen<br>Irynas Kinder<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Auch die Hoffnung hat Platz in drei Zeilen.<br><br>Zum Schluss aus Stefan M\u00fcllers Arbeitsbuch ein praktischer Tipp f\u00fcr Anf\u00e4nger:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Der beste Rat zum Haiku-Schreiben hei\u00dft: bequeme Schuhe. Gehen, in Feld und Wald, in Allee und Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Gehen, offenen Auges gehen. Oder im Kopf spazieren. Aus erlebten, aufmerksamen Momenten sch\u00f6pfen und dies in Haiku-Formen gie\u00dfen. ((&#8230;)) Viele Haiku schreiben, viele lesen.<\/p><cite>Stefan Valentin M\u00fcller, \u201eHaiku schreiben, eine kleine Schule\u201c, BoD, Norderstedt, S. 43.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcnsche viel Vergn\u00fcgen und Bereicherung beim Ausprobieren!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Herzlichen Dank, Marie-Luise, <\/mark><\/em><\/strong><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">f\u00fcr die Haiku, <\/mark><\/em><\/strong><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">die du uns schenkst, <\/mark><\/em><\/strong><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">f\u00fcr die Gespr\u00e4che dar\u00fcber <\/mark><\/em><\/strong><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">und<\/mark><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\"><\/mark> <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">f\u00fcr deinen Beitrag, der zum <\/mark><\/em><\/strong><strong><em><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Nachdenken und Schreiben anregt!<\/mark><\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einem Jahr habe ich w\u00f6chentlich ein besonderes Leseerlebnis: In der Nacht von Samstag auf Sonntag schickt mir Marie-Luise Schulze Frenking ein Haiku, das mich mit seiner Stimmung in den Tag hinein begleitet. Kennengelernt hatten wir beide uns vor gut f\u00fcnf Jahren bei einem Lebensmutig-Seminar \u00fcber biografisches Schreiben, seither treffen wir uns in einer kleinen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3128,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3,60,10,50,4,6,9],"tags":[113,96,41],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3122"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3122"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3162,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3122\/revisions\/3162"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ichtich.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}