Freisinger Jagdstuben-Milonga die Zweite

Während im „Stadtcafé“ die farbenfrohen Bilder von Renate Erbacher darauf warteten, von uns bewundert zu werden, haben wir – nun schon zum zweiten Mal – ein Stockwerk höher, in der „Jagdstuben“ getanzt: kreativ zwischen Contact Improvisation und Tango.

Beitragsbild: Renate Erbacher, Freising: „Grünling“ aus der Reihe „Grünlinge“

Eine schöne Gruppe Tanzbegeisterter hatte sich – bei frühlingshaftem Wetter – in der „Jagdstuben“ eingefunden, viele aus Freising, aber auch Tänzerinnen und Tänzer aus Augsburg, Kaufbeuren, Landshut, Scheyern … und – sogar – aus München. Dass die Gruppe der ContactTango-Interessierten in und um Freising wächst, ist eine erfreuliche Entwicklung für uns und unsere Gäste. Ein von auswärts angereister Jagdstuben-Neuling prüfte sorgfältig die Ausstrahlung des Raumes und stellte fest: „Ja, trotz der aufgehängten Deko-Hirsche hat der Raum eine gute Ausstrahlung, die zum Tanzen einlädt.“

Nach der Begrüßung gab es ein Warmup, das diesmal – mangels erfahrener Lehrer – selbst zusammengestellt worden war, und zwar bewusst mit Warmup-Elementen unserer Münchner Lehrer. Von der Stille im Saal und anschließender meditativen Musik ging es über zu schwungvolleren Melodien bis hin zur eigentlichen Milonga.

DJ Stefan hatte wieder schöne Stücke ausgesucht, immer im Blick auf die eigenen Musikwünsche und die Wünsche, die ihm von den Gästen angetragen wurden: der eine wünschte „noch einen Tango“, die andere „jetzt mal wieder etwas Fetziges“. Es ergab sich eine anspruchsvolle Liste an Wünschen, die Stefan – wie die Stimmung der Tanzenden zeigte – gut erfüllen konnte. Besonders spannungsvoll – und vielen bisher wohl nicht bekannt – war „Programme Two (‘Three Card Trick’)“, komponiert von Gavin Bryars und Teil von „A Man in a Room, Gambling“.

Zwischendurch gab es einen – verspäteten – Geburtstagsvals für Stefan, bevor wieder munter weitergetanzt wurde – kreativ zwischen Contact und Tango, wie es uns gefällt. Zum Abschluss des Tanzfestes standen wir nach der „Cumparsita“ im Kreis – Contact-Tango-like mit Terminankündigungen und Abschlussgruß in die Runde. Wer noch nicht auf der Heimfahrt war, saß später noch bei Flammkuchen oder Burger im Stadtcafé und bestätigte immer wieder: „Es war mal wieder ein gelungenes, wunderbares Tanzfest!“

Zuhause wurde eine letzte „Cumparsita“ aufgelegt und zu zweit dazu getanzt. Mit zwei, drei „Kartenstücken“ von Gavin Bryars ließen wir den Abend ausklingen, im Wissen, dass es noch viele spannende Musikstücke zu entdecken und aufzulegen gibt und es sicher bald wieder eine Jagdstuben-Milonga zwischen Contact und Tango geben wird.

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